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Coronavirus und eine Reise durch unsere Organe

Sonntag, 22 März 2020

Coronavirus und eine Reise durch unsere Organe

Die Corona-Krise wird begleitet von einer enormen Menge Emotionen. Verunsicherung, Überforderung, Stress, Eigensinn und Angst sind überall zu beobachten. Es gibt kaum noch ein anderes Gesprächsthema und niemand ist wirklich entspannt.
Negative Emotionen rauben uns nach daoistischer Sicht Energie. Doch die Kraft der Emotionen, die wir in unseren Organen spüren, kann positiv gewandelt werden und uns dann stärken. Auch wenn es uns nicht immer gelingt, die negativen Emotionen zu transformieren, wir können dabei nur besser werden und die Krise als Gelegenheit zum Üben nutzen.
Jeder negativen Emotion steht auch eine Positive gegenüber, wenn das Organ entspannt ist und wir es schaffen, achtsam mit unseren Gefühlen zu sein, können wir diese kultivieren und uns damit zu mehr Energie und einem besseren Immunsystem verhelfen. Im Folgenden gebe ich dir einen kleinen Überblick über die Organe und den dazugehörigen Gefühlen.

Im Herz kannst du beispielsweise negative Emotionen wie Hektik, Grausamkeit und Arroganz finden. Wenn die Energie ausgeglichen ist, weichen diese Gefühle und Liebe gegenüber dir selbst und allen anderen wächst. Freude bekommt Raum und sogar Respekt. Respekt gegenüber deiner Familie, die du womöglich rund um die Uhr um dich hast. Respekt gegenüber deinen Mitmenschen, denen du mit gebührendem Abstand begegnest, wo sich eine Begegnung nicht vermeiden lässt - aber wenn möglich mit einem Lächeln auf den Lippen!

In den Organen Milz und Bauchspeicheldrüse wohnt die Unsicherheit. Grübeln und sich Sorgen machen gehören zu diesen Organen. Auch die Ruhelosigkeit, die dich immer wieder zu sozialen Medien zieht und dich unzählige kontroverse Kommentare und YouTube-Videos ansehen lässt, die dich abermals verunsichern, hat in der Milz ihren Wohnsitz. Transformierst Du diese Emotionen wird hier Raum für Zentriertheit, Offenheit. Du spürst eine stabile Mitte und auch Flexibilität, die womöglich in diesen Wochen besonders benötigt wird.

Betrachten wir die Lungen genauer, dann finden wir bei Unausgeglichenheit hier die negativen Emotionen Trauer und Depression. Auch Kummer kann dort angetroffen werden. Wenn dir die ganze Sache zu sehr zur Last wird, dich bedrückt, dann solltest du besonders deine Lunge pflegen. Dort kultivierst du die positiven Emotionen Mut und auch die Rechtschaffenheit. Damit verbunden ist auch die Bereitschaft, sich zum Wohle aller zu verhalten.

In den Nieren wohnen die Angst, die Furcht, die diese Verunsicherung mit sich bringt. Je besser du deine Nierenenergie reinigst, umso stärker werden die positiven Gefühle Sanftheit und Gelassenheit. Auch das Vertrauen kann wachsen. Vertrauen in die Gesellschaft, die auch eine große Chance erhält, Vertrauen in die Zukunft und Vertrauen in deinen Körper, der kräftig ist und ein gutes Immunsystem hat.

Deine Leber reagiert auf Stress gerne durch Überhitzung, sodass Wut und Zorn aufsteigen. Transformierst du deine Gefühle, wirst du spüren, wie Geduld wachsen kann. Die Geduld, die nötig ist, die unklare Situation noch ein wenig auszuhalten. Noch keine Antworten auf so viele Fragen zu erhalten. Vielleicht spürst du in deiner Leber auch die Toleranz wachsen. Die Toleranz, die wir in dieser Lage täglich brauchen können. Sei es, weil du im engen täglichen Zusammensein gefordert bist oder aber, weil Mitmenschen das Geschehen anders bewerten als du. Denn auch die Freundlichkeit und die Großzügigkeit wohnen hier.

In den Tao Yoga-Kursen üben wir, negative Emotionen in Positive umzuwandeln. Wir setzen damit einen Selbstreinigungsprozess in Gang und lernen, unsere Energie nicht durch negative Gefühle zu verschwenden. Stattdessen stärken wir damit unser Immunsystem.

Haben wir es erst geschafft, positive Emotionen zu kultivieren, können wir uns der Situation anpassen. Unklarheit wird sich von selbst lösen und wir können unsere Gedanken auf das Jetzt richten und die Zeit nutzen, um mit unseren Lieben eine schöne Zeit zu verbringen. Und je mehr wir Vertrauen wachsen lassen, umso mehr wächst auch die Zuversicht, dass wir als Einheit, dass unsere Erde eine enorme Chance bekommt. Die Chance, dass nach der Krise die Welt eine andere wird. Mit positiven Emotionen können wir dazu beitragen, dass sich manche Dinge besser neu ordnen.
Heute habe ich Karotten gesät, ich war mit meinem Sohn im Wald und wir haben die Sonne genossen. Morgen gehen wir für sechs Personen einkaufen, denn diese bleiben zu Hause - wohl behütet - und bekommen ihre Einkäufe ohne direkten Kontakt vor die Tür gestellt.

 

 

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